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Infos über Ratibor


Die Stadt Racibórz [raˈʨibuʃ] (deutsch Ratibor) - seit 1903 ein selbstständiger Stadtkreis, gehörte bis 1945 zum Deutschen Reich und – zuletzt – zur preußischen Provinz Oberschlesien. Sie gehört heute zur polnischen Woiwodschaft Schlesien.

 

Es wird angenommen, daß es an der Stelle der Stadt bereits im 9. Jahrhundert eine Burg gab, die die Furt über die Oder gesichert hat. Im 12. Jahrhundert kam der Ort zu Polen, im Jahre 1172 wurde Racibórz zur Hauptstadt eines Fürstentums. 1202 wurde das Herzogtum Oppeln, zu dem Ratibor gehörte, unabhängig. Im Jahre 1241 gelang es, die Stadt gegen die Mongolen zu verteidigen. Im Jahre 1299 wurde die Verwaltung der Stadt einem Stadtrat übergeben. Es erfolgte eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte; in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts galt Racibórz als die bevölkerungreichste Stadt in Südschlesien. Im Jahre 1336 übernahmen die Přemysliden die Hoheit über die Stadt von den Piasten und Ratibor wurde Teil des Heiligen Römischen Reiches. Am Anfang des 15. Jahrhunderts konnte die Stadtverwaltung mehr Unabhängigkeit erlangen.

 

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte Ratibor zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich. Zum 1.April 1903 schied die Stadtgemeinde Ratibor aus dem Kreis Ratibor aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis. Am 1. April 1909 vergrößerte sich das Stadtgebiet durch die Eingliederung der Landgemeinde Ober Ottitz. Zum 1. April 1910 schieden die Landgemeinde Plania und der Gutsbezirk Plania aus dem Landkreis Ratibor aus und wurden dem Stadkreis Ratibor einverleibt. Zum 8. November 1919 wurde die Provinz Schlesien aufgelöst. Ratibor gehörte nunmehr zur neuen Provinz Oberschlesien und erhielt die Behörde des Landeshauptmannes (Provinzialselbstverwaltung).

Die Mariensäule auf dem Rynek (Marktplatz) in Ratibor

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Die Mariensäule auf dem Rynek (Marktplatz) in Ratibor

 

Bei der Volksabstimmung am 20. März 1921 votierten im Stimmkreis Ratibor Stadt 25336 Personen (87,98% der Stimmberechtigten) für einen Verbleib bei Deutschland, 2.227 für Polen (8,79%). Im Stimmkreis Ratibor Land sprachen sich 25.986 Personen (56,83 % der Stimmberechtigten) für einen Verbleib bei Deutschland und 18.403 (40,25 %) für Polen aus.

 

Großzügige Eingemeindungen zur Stadt Ratibor fanden zum 1. Januar 1927 statt. Es verließen den Landkreis Ratibor und wurden dem Stadtkreis zugeteilt:

 

die Landgemeinden Janowitz (teilweise), Hohenbirken (teilweise), Niedane (teilweise), Ostrog, Studzienna und Wilhelmstal (teilweise),
die Gutsbezirke Altendorf, Czerwentzütz (teilweise), Hohenbirken (teilweise), Niedane (teilweise), Ottitz, Schloss, Proschowitz, Ratibor, Schloss, und Studzienna.

 

Am 1. April 1938 wurden die preußischen Provinzen Niederschlesien und Oberschlesien zur neuen Provinz Schlesien zusammengeschlossen. Zum 18. Januar 1941 wurde die Provinz Schlesien aufgelöst. Aus den bisherigen Regierungsbezirken Kattowitz und Oppeln wurde die neue Provinz Oberschlesien gebildet. Im Frühjahr 1945 wurde Ratibor durch die Rote Armee besetzt und trat danach unter polnische Verwaltung.


Webseite der Stadt (pl.)

http://www.ratibor.de

Ratibor in Wikipedia


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