  
| Geschichte
Die Siedlungen des heutigen Leverkusener Stadtgebiets wurden alle im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie gehörten zur Grafschaft beziehungsweise zum Herzogtum Berg. 1815 kam das ganze Gebiet an Preußen, das es der Provinz Jülich-Kleve-Berg, beziehungsweise ab 1824 Rheinprovinz zuordnete. War Opladen 1815 zunächst noch Sitz eines Kreises geworden, so wurde dieser bereits 1819 aufgelöst und sein Gebiet dem Kreis Solingen angegliedert. 1857 wurde Neukirchen (ab 1904 Bergisch Neukirchen) und Hitdorf sowie 1858 Opladen zur Stadt erhoben.
Im Jahre 1862 verlegte Carl Leverkus, ein gelernter Apotheker aus Wermelskirchen, seine Ultramarinfabrik in die Nähe der Gemeinde Wiesdorf, Kreis Solingen, an den Rhein. Die neue Werksansiedelung nannte er "Leverkusen" nach dem Stammsitz seiner Familie, der Hofschaft zwischen Lennep und Bergisch Born (heute Stadtteile von Remscheid). 1891 wurde die Firma von der Bayer AG aufgekauft. Ein Jahr später wurde der Name Leverkusen auch von der Poststation innerhalb des Werksgeländes verwendet. Bereits seit 1889 bildete die Gemeinde Wiesdorf mit der Gemeinde Bürrig die Bürgermeisterei Küppersteg.
1914 wurde Opladen Kreisstadt des Kreises Solingen, nachdem die Stadt Solingen inzwischen kreisfrei geworden war und somit nicht mehr zum Landkreis gehörte. 1920 wurde die Gemeinde Bürrig nach Wiesdorf eingegliedert und ein Jahr später erhielt Wiesdorf die Stadtrechte. Die Stadt Wiesdorf vereinigte sich zum 1. April 1930 mit den Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf zu einer neuen Stadt, die den Namen Leverkusen nach der seit 1862 gebräuchlichen Ortsangabe auf dem Werksgelände der damaligen Firma von Carl Leverkus erhielt. Die neue Stadt gehörte weiterhin zum Landkreis Solingen, der seit 1929 Solingen-Lennep hieß und 1931 in Rhein-Wupper-Kreis umbenannt wurde. Opladen wurde 1930 durch Eingliederung der Gemeinden Quettingen und Lützenkirchen vergrößert. In den Folgejahren entwickelte sich Leverkusen zu einer bedeutenden Industriestadt. Im 2. Weltkrieg wurde Leverkusen zerstört, jedoch danach wieder aufgebaut.
Am 1. April 1955 schied Leverkusen aus dem Rhein-Wupper-Kreis aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Damals hatte die Stadt etwa 78.000 Einwohner. Doch nahm die Bevölkerung weiter zu und erreichte 1963 die Großstadtgrenze von 100.000 Einwohnern. Bereits 1960 war die Stadt Hitdorf in die Stadt Monheim eingegliedert worden.
Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden zum 1. Januar 1975 die Städte Opladen und Bergisch Neukirchen und der zur Stadt Monheim gehörige Stadtteil Hitdorf in die kreisfreie Stadt Leverkusen eingegliedert, die somit ihre heutige Ausdehnung erreichte. Gleichzeitig wurde der Rhein-Wupper-Kreis aufgelöst. Seither gehört das Leverkusener Umland zum Rheinisch-Bergischen Kreis beziehungsweise zum Kreis Mettmann. 
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Leverkusens ist in drei Stadtbezirke eingeteilt. Die Stadtbezirke sind in mehrere Stadtteile mit eigenen Namen unterteilt. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung, die aus 15 Mitgliedern besteht. Die Mitglieder dieser Vertretung nennt man Bezirksvertreter. Sie werden von der Bevölkerung des Stadtbezirks auf fünf Jahre gewählt. Der Vorsitzende der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig beziehungsweise sind zu allen wichtigen Angelegenheiten des Stadtbezirks zu hören.
Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:
 | Stadtbezirk I: Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf
|  | Stadtbezirk II: Opladen, Küppersteg, Bürrig, Quettingen und Bergisch Neukirchen
|  | Stadtbezirk III: Schlebusch, Steinbüchel, Lützenkirchen und Alkenrath |
Die Stadtteile sind zum Teil in weitere Wohnplätze mit eigenem Namen unterteilt. Dabei handelt es sich meist um Neubaugebiete oder Siedlungen, deren Namen sich im Laufe der Zeit zur besseren Orientierung eingebürgert haben. Hierzu gehören beispielsweise Fettehenne, Pattscheid, Hüscheid, Imbach, Voigtslach und Waldsiedlung. 
Eingemeindung
Das Stadtgebiet Leverkusens entwickelte sich wie folgt:
Am 1. April 1930 vereinigten sich die Stadt Wiesdorf (mit der 1920 eingegliederten Gemeinde Bürrig) und die Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf zur "Stadt Leverkusen", die zum 1. April 1955 eine kreisfreie Stadt wurde. Am 1. Januar 1975 wurden eingegliedert:
 | Stadt Opladen, Kreisstadt des Rhein-Wupper-Kreises (mit den 1930 eingemeindeten Orten Quettingen und Lützenkirchen)
|  | Stadt Bergisch Neukirchen, (bis 1904 nur Neukirchen), Rhein-Wupper-Kreis
|  | Hitdorf, Stadt Monheim, Rhein-Wupper-Kreis |

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